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Europäische Wasser Konferenz 2009

Was ist die Europäische Wasser Konferenz?
Die Europäische Wasser Konferenz wird aufgrund der im Jahre 2000 ausgearbeiteten Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) durchgeführt. Die WRRL wurde erarbeitet, um die europäischen Gewässer inklusive Grundwasser, Küstengewässer und Übergangsgewässer zu schützen und die Wasserqualität zu verbessern. Das Ziel der WRRL ist es, bis zum Jahr 2015 die europäischen Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu setzen.

Im Rahmen der WRRL sind die europäischen Mitgliedsstaaten verpflichtet, Nutzungs- und Wasserbewirtschaftungspläne zu erstellen und gemäß Art. 14 der WRRL der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Um eine aktive Mitarbeit der Öffentlichkeit zu fördern und um Entscheidungsträgern, Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission eine Gesprächsplattform zu ermöglichen, wurde die Europäische Wasser Konferenz ins Leben gerufen.

Zweite Europäische Wasser Konferenz 2009
Nach Auswertung einer Umfrage der EU-Kommission ist die europäische Bevölkerung sehr interessiert, aktiv zum Schutz und zur Verbesserung der Gewässer beizutragen.

Die Europäische Wasser Konferenz 2009 soll dazu anregen, die Öffentlichkeit und Umweltorganisationen verstärkt in die Wasserbewirtschaftungspläne einzubeziehen.

Während der Europäischen Wasser Konferenz 2009, organisiert von der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission, wurde von 42 Vortragenden über die bis dato vorliegenden Bewirtschaftungspläne informiert.

Anschließend diskutierten 425 Teilnehmer von Umweltschutzorganisationen, Wassernutzer und –dienstleister so wie Vertreter der Mitgliedsstaaten ihre Anliegen und Standpunkte. An der Europäischen Wasser Konferenz 2009 waren 26 Mitgliedsstaaten der EU vertreten.

Wichtigste Thematik der Europäischen Wasser Konferenz 2009 war die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Planung und Bewirtschaftung der Gewässer. Gefordert wurde mehr Transparenz bei der Erstellung von Bewirtschaftungsplänen. Bestehende Planungen sollen von der Öffentlichkeit eingesehen werden können, so dass sich interessierte Gruppen an der Durchführung und Entwicklung beteiligen können.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war die Standortbestimmung der gesetzten Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Es wurde festgestellt, dass die von der WRRL geforderten Vorgaben bis im Jahre 2015 schwer zu erreichen sind. Einige Mitgliedsstaaten haben ihre Wasserbewirtschaftungspläne bereits klar verständlich formuliert, jedoch werden Fristverlängerungen zur Umsetzung der von der WRRL angestrebten Umweltziele bis 2015 eher die Regel, denn die Ausnahme sein.

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